Verfahren

300 Millionen Menschen haben nach Schätzung weltweit Übergewicht. Bei Übergewicht über einem gewissen Maße sind verschiedene Diäten, Abmagerungskuren, Gymnastik, Abmagerungsmittel vergeblich. Fettsucht ist oft mit schweren Krankheiten wie hohem Blutdruck, Reflux, Herzinsuffizienz, Unfruchtbarkeit, Gelenkbeschwerden verbunden. In den USA, wo 5 % der Bevölkerung krankhaft dick ist (BMI über 40), blickt die Chirurgie zur Verringerung des Körpergewichts auf eine Vergangenheit von mehreren Jahrzehnten zurück. Die Liste dieser Eingriffe hat sich aufgrund der Summierung der Ergebnisse von Operationen verschiedener Typen, die in einer großen Anzahl durchgeführt wurden und der Erfahrungen der langfristigen Verfolgung auf die nachfolgend detaillierten drei Haupttypen verringert. Von diesen wird seit 2002 am häufigsten gewählt.
 
Die Operationen zur Gewichtsverringerung lassen sich in zwei Grundtypen teilen:

  • 1. Verringerung des Magenvolumens
  • 2. Gastrointestinale Bypass-, d. h., Nahrungs- und Verdauungssaftsumleitungsverfahren

Operationen zur Verringerung des Magenvolumens

ImageVerfahren zur Verringerung des Magenvolumens sollen erreichen, dass bereits eine kleine Essmenge Sättigungsgefühl auslöst. Die bekannteste Form dieser Verfahren ist die Magenringoperation, durch die ein Silikonring die Magenöffnung verengt.



ImageEine andere, weniger verbreitete Form von Operationen zur Verringerung des Magenvolumens ist der Magenballon, der in leerem Zustand durch den Mund mit Endoskop eingeführt, danach aufgefüllt wird. Der Ballon füllt den Magen teilweise aus, dadurch tritt das Sättigungsgefühl früher auf. Der Ballon kann höchstens sechs Monate lang im Magen bleiben.



Ein Verfahren, das in Ungarn noch nicht als allgemein bekannt gilt, ist die Schlauchmagenoperation, in der Gewichtsreduzierung nicht nur durch Entfernung eines Teils des Magens erzielt wird, sondern auch der Pegel des Hormons (Ghrelin), das für das Hungergefühl verantwortlich ist, abnimmt, weil der Magenteil, in dem dieses entsteht, ebenfalls entfernt wird.




• Gastrointestinale Bypassoperationen, d. h., Verfahren zur Umleitung der Nahrung und des Verdauungssaftes


Ein typisches Beispiel für Operationen zur Umleitung der Nahrung und des Verdauungssaftes ist die in unserem Lande ebenfalls nicht verbreitete Magenbypassoperation (RYGB: Roux-en-Y-Magenbypass), in deren Laufe eine Verbindung zwischen dem oberen Teil des Magens und dem mittleren Abschnitt des Dünndarms geschaffen wird, wodurch die Nahrung nicht durch einen Teil des Magens und den danach folgenden Zwölffingerdarm läuft. Das effektive Volumen des Magens wird auch mit dieser Operation verringert, es ist jedoch von größerer Wirkung, dass die Aufsaugung von Nahrungsstoffen ebenfalls abnimmt. Diese Operation wird seit 1964 weltweit durchgeführt, aber erst 1994 begann man, anstatt von heroischen großen Operationen (großer Einschnitt in der Bauchwand) die laparoskopische Technik anzuwenden. Dies erfolgt mithilfe einer dünnen Kamera und einiger spezialer Geräte. An der Haut des Bauchs werden nur acht kleine, voneinander unabhängige Einschnitte vorgenommen, über die die Kamera bzw. die Geräte eingeführt werden. Dies belastet weniger den Patienten, bietet schnellere Genesung und verringert die voraussichtlichen Risiken und Komplikationen, so dass die Operation in einem breiteren Umkreis anwendbar wurde. Die Wirksamkeit der Operation und die langfristigen positiven Erfahrungen werden dadurch nachgewiesen, dass diese seit 2002 die weltweit häufigste Operation mit dem Ziel des Körpergewichtsverlusts ist.
Vorteile: Beste Abmagerungsdaten, Diabetes des II. Typs wird im größten Anteil gelöst, beste Lebensqualität.
Nachteil: Komplizierter operativer Eingriff mit hohem Bedarf an laparoskopischer Erfahrung.
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Interviews mit Ärzten


Arzt Interviews

Erwägen Sie

Sie können für die Operation geeignet sein, wenn

• Ihr BMI-Index über 40 kg/m2 liegt (Benutzen Sie das Programm zur Ermittlung auf der Homepage!)
• Ihr BMI-Index über 35 kg/m2 liegt und Sie eine verbundene Krankheit haben (Diabetes, Herzinsuffizienz, Asthma)
• Mehrere Krankheiten vorliegen oder eine schwer zu behandeln ist (hoher Blutdruck, Diabetes, Unfruchtbarkeit, Gelenkbeschwerden, Krampfadern, Schlafstörungen usw.)
• Sie mehrere Male erfolglose Abmagerungskuren hatten
• An Ihnen früher eine erfolglose Operation mit dem Zweck der Verringerung des Körpergewichts (Magenballon, Ring) durchgeführt wurde.

Die Operation kann nicht durchgeführt werden, wenn Sie:

• minderjährig sind
• älter als 65 Jahre sind
• eine chronische Darmentzündungskrankheit haben
• schwanger sind
• alkohol- und/oder drogenabhängig sind
• an einer schweren Leberkrankheit mit der Gefahr der Magen- oder Speiseröhrenblutung leiden
• psychisch instabil sind
• eine maligne Geschwulstkrankheit haben oder einer einschlägigen Therapie unterliegen.
Untersuchung vor der Operation: Beurteilung der Belastungsfähigkeit: Herzultraschall-, Atmungsfunktionsuntersuchung, internistisches und anästhesiologisches Gutachten. Ausschluss von Typen des Übergewichts, bei denen kein positives Ergebnis von der Operation erwartet werden kann: Endokrinologie, Psychiatrie